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Wie wird ein Filzhut gefertigt Fotoausschnitt

Grundlage für Filzhüte ist feinster Haarfilz, zum Beispiel aus Kaninchenhaar oder Wollfilz aus Schafschurwolle. Aus diesem Material wird zunächst ein „Stumpen“ für den Hut gefertigt. Dieser erhält unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Dampf, Wärme und verschiedener Werkzeuge, sein endgültiges Erscheinungsbild.
Danach wird innen im Hut ein Futter oder Futterband eingenäht. 
Außen kann der Hut mit Bändern, Schleifen, Stickereien und Schleiern garniert werden – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Um einen klassischen Filzhut herzustellen, sind dutzende Arbeitsgänge notwendig.


 

1. Hutstumpen aus Filz

 

Ausgangspunkt für die Filzhutproduktion ist ein Filzstumpen, ein dicht gewalktes Filzvlies aus Woll- oder Haarfilz in konischer Form.

 

1. Hutstumpen aus Haarfilz

 

3. Hutform


Der Hutmacher bereitet die Hutform vor.

 

3. Hutform

 

5. Plattieren und Trocknen


Der immer noch heiße und gedehnte Filzstumpen wird auf die Hutform gezogen und mit einer Hutschnur und Pins fixiert.
Nun muss der auf die Hutform gezogene Filz ca. 1 – 2 Tage durchtrocknen.
Dann ist der Hut in seiner Rohform fertig.

 

 5. Plattieren-Trocknen 

 

7. Modisterei: Garnieren


Der geformte und zugerichtete Hut wechselt anschließend in die Modisterei. Hier bekommt er seinen letzten Schliff.
Das Garnieren erfordert viel Gespür und Kreativität und war früher die Arbeit der Modistinnen. Der Hut wird je nach Designvorstellungen mit Schleier, Bändern, Knöpfen, Schnallen, Federn etc. versehen. Dann werden Materialreste entfernt, das Innenband und das Label eingenäht.

 

   7. Modisterei - Garnieren 

2. Appretieren
 

Um den Hut formbeständig und gegen Witterung resistent zu machen, wird der Filzstumpen zunächst in einer Appretur (einer auf Stärke basierenden Steifflüssigkeit) getränkt und anschließend ausgewrungen.

 

2. Appretieren

 

4. Dämpfen


Der feuchte Hutstumpen wird ca. 15 – 30 min über einem Dämpfer gedämpft und formbar gemacht.
Danach wird der Stumpen im heißen Zustand gedehnt. Die ist notwendig, um den Stumpen anschließend zu formen.

 

4. Dämpfen und Dehnen

 

6. Zurichten


Zurichten bezeichnet die Oberflächenbearbeitung des fertig geformten Hutes – ein besonders wichtiger Arbeitsschritt, denn sowohl der Griff des Materials als auch der optische Gesamteindruck des Hutes sind wesentlich von der Sorgfalt des Zurichtens abhängig. Im Einzelnen wird dabei geschliffen, gebürstet, gebügelt, gedämpft und getrocknet.

 

 6. Zurichten-Randschnitt 

 

8. Der fertige Hut


Danach ist der Hut fertig. 
Im Schnitt dauert ein Hut 2 bis 7 Tage bis er fertiggestellt ist.

 

   Der fertige Hut